Myome

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Was sind Myome?

Myome sind vom Gebärmuttermuskel ausgehende gutartige Tumoren in der Gebärmutter.

Es werden folgende Arten von Myomen unterschieden:
  • Myome unter der Gebärmutterschleimhaut (submuköse Myome)
  • Myome in der Gebärmutterwand (intramurale Myome)
  • Myome an der Gebärmutteroberfläche (subseröse Myome)
Ihre Größe schwankt von Erbsen- bis Kindskopfgröße und sie können mehrere Kilogramm wiegen. Sie können gestielt sein (sind nur mit einem Stiel mit der Gebärmutter verbunden). Myome können erweichen (durch Durchblutungsstörungen sterben Teile ab = Nekrosen). Sie können verkalken (durch Kalkeinlagerungen) und verhärten (durch Bindegewebsstränge).

Submuköse Myome

Myome unter der Gebärmutterschleimhaut
Seltene Form der Myome (5% aller Myomarten). Diese Myome liegen unmittelbar unter der Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle. Verstärkte (Hypermenorrhoe) und verlängerte (Menorrhagie) Menstruationsblutungen sowie Zwischenblutungen (Metrorrhagien) sind die primären Symptome dieser gutartigen Neubildung.
Diese können wie die subserösen Myome dem Myometrium aufsitzen oder durch einen Stiel verbunden bis in die Scheide (Vagina) reichen (Myoma in statu nascendi).
Sie können auch für Sterilität (25%) und Aborte (7%) im ersten Schwangerschaftsdrittel verantwortlich sein.


Intramurale Myome

Myome in der Gebärmutterschleimhaut
Häufigstes Myom der Frauen. Je nach Wachstumstendenz und Lokalisation kann zum Teil ohne Beschwerden eine erhebliche Größe bei Ausbreitung in Richtung Oberbauch erreicht werden.
Dagegen können aber auch kleine Myome je nach Ursprung an der Uteruswand folgende Symptome erzeugen:

  • vorne > Druck auf Blase > häufiger schmerzloser Harndrang
  • hinten > Druck auf Darm > Verstopfung, erschwerte Defäkation
  • seitlich > Druck auf Harnleiter > schmerzlose Ureter-/ Nierenstauung

Wird die gesamte Myometriumsdicke vom Myom eingenommen, kann es in Folge von Kontraktionseinschränkungen der glatten Muskulatur zu verstärkten (Hypermenorrhoe) und verlängerten (Menorrhagie) Menstruationsblutungen kommen.
Das während des hormonellen Zykluses aufgebaute Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) stößt sich nur verzögert ab.


Subseröse Myome

Myome an der Gebärmutteroberfläche
Meist symptomlose Myome, die dem Corpus uteri aufsitzen oder über einen dünnen Stiel (gestielte Myome) mit diesem verbunden sind. Sie führen zu Vorwölbungen an der Oberfläche der Gebärmutter und können u.a. in Richtung der Blase wachsen (subvesikale Myome).
Eher zu der seltenen Lokalisation eines Myoms zählt die Ausdehnung seitlich in die Parametrien (Mutterbänder) hinein bei den intraligamentären Myomen. Das Verdrängen und Komprimieren des Ureters (Harnleiter) und die daraus resultierende Ureter- und Nierenstauung (symptomlos) sind die häufigste Komplikationen.
Ab einer bestimmten Ausdehnung können auch Gefäße und Nerven entlang der Beckenwand mitbetroffen sein.
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